Granuloviren

Die Andermatt Biocontrol Suisse ist weltweit das führende Unternehmen für die Entwicklung von Baculovirenpodukten (die Familie der Baculoviren umfasst u.a. Granuloviren und Nucleopolyhedroviren). Seit über 35 Jahren werden die Produkte in der Schweiz weiterentwickelt und nach höchsten Qualitätsstandards hergestellt.

Infizierte Apfelwicklerlarve mit Granulosevirus

Die Vorteile von Granuloviren

  • Hervorragende Wirkung 

  • Hochselektiv, nützlingsschonend
  • Hohe Regenfestigkeit
  • Gute Mischbarkeit
  • Effekt auf nachfolgende Generationen
  • Rückstandsfrei
Swiss Made Logo | © Andermatt Biocontrol Suisse AG

Wirkungsweise

Nach dem Ausbringen der Viren befinden sie sich auf der Pflanzenoberfläche. Um biologisch aktiv zu werden, müssen die Partikel von den Raupen aufgenommen werden. Dabei genügt es, wenn eine Raupe wenige Viruspartikel frisst. Die Raupen erkranken und erliegen wenige Tage später der Infektion.

Anwendungszeitpunkt
Für den ersten Madex-Spritztermin Ihrer Region informieren Sie sich auf www.apfelwickler.ch.

Lagerung
Zwischen den Applikationen im Kühlschrank bei 5 °C lagern. Im Gefrierschrank unter −18 °C über Jahre lagerfähig.

Mischbarkeit
Granuloviren sind mit den meisten Pflanzenschutzmitteln und Flüssigdüngern mischbar. Wichtig: Der pH-Wert der Spritzbrühe muss zwischen 5 und 8,5 liegen.

Mischbarkeitsabelle  

Madex Top – gegen den Apfelwickler 

Der Apfelwickler(Cydia pomonella) ist der Hauptschädling im Kernobst. Er kann auch andere Früchte wie Birnen, Aprikosen und Walnüsse befallen.

Madex Top sollte ab dem Schlüpfen der ersten Larven zwischen Mai und Juni über die gesamte Saison (alle 6-8 Sonnentage) eingesetzt werden. Die Dosierung und die Anzahl der Anwendungen sind dem Befallsdruck und den klimatischen Bedingungen anzupassen (siehe Schema rechts).

Zum Produkt Madex Top

  • Madex Top: 3 bis 8 × 50 bis 100 ml/ha, je nach Druck behandeln
  • Erste Behandlung beim Schlüpfen der ersten Larven
    Erster Spritztermin: www.apfelwickler.ch
  • Behandlung alle 6 bis 8 Sonnentage wiederholen
  • Einsatz der Verwirrungstechnik: Mister C oder Isomate-Dispenser gegen Mitte April
  • Traunem-Nematoden nach der Ernte, bei feuchtem Wetter behandeln

Madex Twin – gegen den Apfel- und Pfirsichwickler

Der Pfirsichwickler (Grapholita molesta) befällt viele Obstsorten wie Aprikosen, Quitten, Pfirsiche, Äpfel und Birnen. Im Frühjahr frisst er zunächst Gänge in junge Triebe, ab dem Sommer befällt er die Früchte. Die Schäden an Kernobst sind denen des Apfelwicklers sehr ähnlich. Ausserdem sind die beiden Raupenarten sehr voneinander zu unterscheiden.

Der Pfirsichwickler beginnt seinen Flug früher als der Apfelwickler, dementsprechend sind Behandlungen mit Madex Twin bereits früher nötig, als bei Madex Top. Bei starkem Befall sollten weitere Anwendungen im Sommer stattfinden, um die Folgegenerationen zu reduzieren.

Zum Produkt Madex Twin

  • Madex Twin: 5 bis 10 × 50 bis 100 ml/ha, je nach Druck durchgehend behandeln
  • Behandlung alle 6 bis 8 Sonnentage wiederholen
  • Einsatz Verwirrungstechnik (Isomate) ab Mitte April

Capex Plus – gegen den Schalenwickler

Der Schalenwickler (Adoxophyes orana) kann erhebliche und unerwartete Schäden an Apfel-, Birnen- und Kirschkulturen verursachen.

Die Wirkung von Capex Plus gegen die jungen Raupen (L1 bis L3) ist hervorragend. Die befallenen Larven sterben nicht sofort ab, hören aber auf zu fressen. Um Schäden an den Früchten zu vermeiden, muss Capex Plus unbedingt im Frühjahr, sobald Schalenwickler wieder aktiv werden (ca. April), ausgebracht werden. Um die Populationen zu kontrollieren, ist bei hohem Druck die Anwendung im Sommer zu wiederholen.

Zum Produkt Capex Plus

  • Capex Plus: 2 bis 4 × 100 ml/ha, je nach Druck behandeln
  • Apfel: zwei Behandlungen vor der Blüte auf junge, aktive Larven
  • Kirsche: zwei Behandlungen während der Blüte auf junge, aktive Larven  
  • Sommergeneration: zwei Behandlungen beim Schlüpfen der ersten Larven der Sommergeneration
  • Behandlung nach 8 bis 10 Tagen wiederholen
  • Einsatz Verwirrungstechnik (Isomate) ab Mitte April

Unterscheidung von Apfelwickler und Pfirsichwickler

Durch das zunehmende Auftreten des Pfirsichwicklers ist es essenziell, genau zu bestimmen, welcher Schädling in der Anlage vorkommt, um die richtige Bekämpfungsstrategie zu wählen. Zwar sind der Apfel- und der Pfirsichwickler eng verwandt, doch lassen sich Larven, Adulte und Schäden bei genauerem Hinsehen unterscheiden.

Mit der Kairo-Catch Falle für Pfirsichwickler können Sie ebenfalls einen Befall des Pfirischwicklers feststellen.

Schadbild

Pfirsichwickler-Schaden

  • Häufig flachere Frassgänge unter der Schale
  • Einbohrung oft nahe am Kelch
  • Zusätzlich Triebbefall im Frühjahr
  • Mehrere kurze, verästelte Frassgänge möglich
Apfelwicklerlarve mit offenem Apfel und Frassschaden | © Markus Zueger

Apfelwickler-Schaden

  • Einbohrloch oft seitlich an der Frucht
  • Bohrgang direkt zum Kerngehäuse
  • Frass und Kotkrümel im Inneren
  • Meist nur ein tiefer Hauptgang

Larven

Links: Pfirsichwickler Larve (Grapholita molesta)
Kammförmige Borsten am Anus. Diese sind beim Apfelwickler nicht vorhanden. 

Rechts: Apfelwickler Larve (Cydia pomonella)

Adulte

Links: Pfirsichwickler

  • Kleiner und schlanker
  • Gleichmässig grau 
  • Kein deutlicher Bronzefleck 

Rechts: Apfelwickler

  • Graubraune Vorderflügel
  • Auffälliger bronzefarbener Fleck am Flügelende
  • Kompakter Körperbau

Beratungsteam Obstbau